Der Expressbus X910 hält (endlich) in Unterbrunn

Unterbrunn – Viele Unterbrunner haben lange dafür gekämpft. Mit dem Fahrplanwechsel am Sonntag, 14. Dezember, war es so weit: Erstmals hielt der Expressbus X910, der bis nach Großhadern fährt, in ihrem Ort, genauer: am Ortseingang. Das nahm eine Gruppe von Bürgern am Montag zum Anlass für eine gemeinsame Jungfernfahrt nach Gauting. Um 9.30 Uhr trafen sich unter anderem Seniorenbeirätin Barbara Weisser, die sich besonders für den Halt starkgemacht hatte, ADFC-Vorsitzender Sebastian Fuchsberger, Kunstvereinsvorsitzende Jane Höchstetter, die MfG-Gemeinderäte Stefan Berchtold und Axel Höpner, Grünen-Fraktionssprecher Dr. Matthias Ilg und andere mehr. Gemeinsam stießen sie auf den neuen Halt an. „Ein echter Gamechanger“, sagte Berchtold. 

 

Dass die Haltestelle ein Segen für Unterbrunn ist, zeigt sich am Beispiel von Kathrin Geiger. Deren Sohn Lorenz war frühmorgens um 7.15 Uhr erstmals mit dem Expressbus direkt zur Montessori-Schule Großhadern gefahren. Der Neunjährige könne jetzt auch selbstständig wieder nach Unterbrunn zurückfahren, sagte seine Mutter. Von der neuen Haltestelle am Dorfeingang komme ihr Bub jetzt in fünf Minuten nach Hause. Barbara Weisser merkte an, dass sie vom U-Bahnhof Klinikum Großhadern mit dem X910 sogar noch bis abends um 22.30 Uhr per Bus direkt nach Unterbrunn komme. „Wenn man abends in München ausgeht, ist man nicht mehr auf die unzuverlässige S-Bahn angewiesen“, freute sie sich. Auch brauchen Bürger, die zu einer Untersuchung ins Klinikum müssen, das Auto ab sofort nicht mehr zu bewegen. 

 

Axel Höpner findet es praktisch, dass der X910 unter der Woche in beide Richtungen zur selben Uhrzeit hält, nämlich um Viertel vor und um Viertel nach: „Das kann man sich leicht merken.“ Am Wochenende gibt es einen Ein-Stunden-Takt. In acht Minuten geht es künftig mit nur einem Halt zum Gautinger Bahnhof, in 34 Minuten zur U-Bahnstation Großhadern. Der frisch gebackene Ehrenbürger Hermann Geiger hatte lediglich einzuwenden, dass die beiden Pfosten der Haltestellen etwas schief stehen. 

 

Positiver Nebeneffekt des neuen Halts: Weil der Expressbus auf der Fahrbahn hält, könnten Raser nicht mehr ins Dorf brettern, sondern müssten warten, wie Seniorenbeirätin Barbara Weisser berichtete. Gemeinsam mit Höpner hatte sie, wie es dem Anlass gebührte, zu Sekt und Keksen eingeladen. Und für den freundlichen Busfahrer gab es „Ferrero Küsschen“. CC 

 

© C. Cless-Wesle -Starnberger Merkur

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Mo, 15. Dezember 2025

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