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Starke Stimme für ältere Mitbürger

Taxitelefon, Ratschbänke, ein Vortrag über Betrugsprävention: Der Seniorenbeirat tut etwas für die älteren Gautinger. Das wurde in der jüngsten Sitzung deutlich. 

 

VON CHRISTINE CLESS-WESLE 

 

Gauting — Gute Nachrichten brachte der Vorsitzende des Seniorenbeirats, Sevin Ulukut, in die jüngste Sitzung mit: Die vom Gremium initiierten, blau lackierten Mitfahrer-Bänke am Bahnhofplatz und an der Grubmühlerstraße stehen bereits. Auch die Ratschbänke, auf denen sich vor allem Senioren zum Plaudern treffen, habe der Bauhof bereits am Stockdorfer Harmsplatz, auf dem kleinen Platz gegenüber dem Rathaus an der Schulstraße und am Würmufer aufgebaut. Allerdings gibt es einen Wermutstropfen. Die Schilder der beiden erst aufgebauten Ratschbänke am Würmufer gegenüber der Schlossparksiedlung seien durch Vandalismus schon wieder beschädigt. 

 

„Sehr froh" seien Gautings Senioren, dass die vor zwei Jahren stillgelegte Taxiruf-Säule am Bahnhofplatz dank Ralf Büscher wieder funktioniert. „Wenn Sie unter 089/88 99 98 90 anrufen, klingelt bei allen Taxifahrern am Standort Bahnhofplatz das Handy", erzählte Ulukut. Auch für Kurzstrecken hätten die dort stehenden Taxler die Beförderungspflicht, betonte Vize-Vorsitzende Gertraud Gschwendtner. Immer sehr voll sei zudem das monatliche Seniorencafé mit Sprechstunde von Seniorenbeiräten im Bosco, so Ulukut. Doch es sei offen, wie lange die klamme Kommune Gauting noch Kaffee und Kuchen spenden werde. 

 

Ebenfalls große Resonanz findet das Seniorenkino. So habe die Vorführung ausgesuchter Filme zu ermäßigten Preisen im Kino Breitwand kürzlich mit „Hamnet" mit 97 Besucherinnen und Besuchern einen Rekord erzielt. Mit 20 Bürgern gut besucht seien auch die neu eingeführten Spielevormittage in der Gemeindebibliothek. 

 

Vernetzt hat sich der, Seniorenbeirat neuerdings auch mit der „Frauenrunde" im Evangelischen Gemeindehaus Stockdorf, mit Henrike Pott von der Fachstelle für Senioren im Landkreis Starnberg, mit der anwesenden Gautinger Sozialamtsleiterin Cornelia Hollstein sowie Insel-Leiterin Claudia Mettler. „Für ratsuchende Senioren am Ort ist die Gautinger Insel die erste Anlaufstelle", so Ulukut. 

 

Zum Thema Mobilität von Senioren werde er das Gespräch mit dem designierten Bürgermeister Maximilian Platzer suchen, kündigte Ulukut an. Denn Senioren am Ort klagten, dass Taxen, Bürgerbus oder Fahrten von „Gauting hilft" für schnelle Transporte zum Arzt, Physiotherapeuten oder in die Apotheke nicht ausreichten. Außerdem werde der Seniorenbeirat im ab Mai tagenden neuen Gemeinderat Antrags- und Rederecht zu seniorenrelevanten Themen beantragen.

 

Große Anerkennung gab es für den Vortrag zum Thema Betrugsprävention mit dem Gautinger Polizeichef Andreas Ruch. „Mit über 90 Seniorinnen und Senioren war die Bar des Bosco rappelvoll", sagte er. Wegen des großen Interesses werde der Vortrag demnächst wiederholt. Zum Vortrag „Kann ich mir Pflege noch leisten?" lädt der Seniorenbeirat für Dienstag, 9. Juni, 14 Uhr, ins Gautinger Bosco ein. Denn das Pflegegeld in Bayern für Senioren, die Angehörige zu Hause pflegen, wurde von 1000 auf 500 Euro gekürzt, so die ehemalige Krankenschwester Gertraud Gschwendtner. Verunsicherte Senioren am Ort würden sich fragen: „Wie geht es weiter, wenn das Geld für die Pflege nicht reicht?" Darauf soll im Bosco den betroffenen Gautingern eine Antwort gegeben werden. 

 

Textquelle: Christine Cless-Wesle, Starnberger Merkur vom 07.04.2026

Online-Version: Was den Gautinger Seniorenbeirat freut - und was ihn besorgt

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Veröffentlichung

Di, 07. April 2026

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